Cottbuser Blätter- Sonderheft 2008 Am Kreuze scheiden sich die Geister
zurück zur Übersicht
Die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist eine Geschichte der Widersprüche. Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 begann jene unheilvolle Entwicklung, die in millionenfachen Mord, zu Krieg, Not und Elend in ganz Europa führte. Menschen wurden ob ihres Glaubens oder ihrer politischen Ansichten eingesperrt, gefoltert und ermordet. Widerstand formierte sich, wenn auch im Verborgenen und im Kleinen. Ein besonderes Kapitel ist der Erforschung der Kirchen im Nationalsozialismus gewidmet. Während die historische Forschung sich der nationalen Themen annahm, fehlen regionalhistorische Untersuchungen weitestgehend. Diese Lücke hat für den Kreis Cottbus Herbert Lehmann mit seinen Buch „Am Kreuze scheiden sich die Geister“ geschlossen. An konkreten Beispielen verfolgt er die Auseinandersetzungen zwischen der bekennenden Kirche und den deutschen Christen in unmittelbarer Nähe der Stadt Cottbus. Da die Zuständigkeit für die Kirchen im Cottbuser Sprengel bei den Superintendenten an der Cottbuser Oberkirche lag, finden sich auch zahlreiche Hinweise auf die jüngere Cottbuser Kirchengeschichte.